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Blogartikel Psychotherapie und Hypnose Köln

Artikel zu häufigen Behandlungsthemen

Hier finden Sie differenziertere Abhandlungen zu einigen Themen aus der Praxis. Die Artikel beinhalten keine Informationen zu Ablauf oder Inhalt der Sitzungen, sondern Einblicke in die psychologischen Zusammenhänge.

Antriebslosigkeit überwinden | Kleine Schritte zurück ins Handeln

Antriebslosigkeit ist ein häufiges und gleichzeitig besonders schwerwiegendes psychisches Symptom. Viele Betroffene erleben sie nicht nur als Mangel an Energie, sondern als eine innere Schwere, die selbst kleinste Aktivitäten zur Belastung werden lässt. Dinge, die früher selbstverständlich waren, können sich plötzlich überwältigend oder kaum machbar anfühlen.

Oft tritt Antriebslosigkeit im Rahmen depressiver Zustände auf, sie kann jedoch auch unabhängig davon bestehen. In jedem Fall erzeugt sie einen hohen Leidensdruck – und blockiert gleichzeitig genau jene Schritte, die notwendig wären, um diesen Leidensdruck zu verringern.

Voraussetzung

Das Besondere an Antriebslosigkeit ist, dass sie nicht nur belastend ist, sondern auch jede Form von Veränderung erschwert. Selbst wenn Betroffene wissen, was ihnen helfen würde, fehlt häufig die innere Kraft, diese Schritte umzusetzen.

Genau daraus entsteht ein Teufelskreis:
Je weniger gehandelt werden kann, desto stärker wächst das Gefühl von Ohnmacht, Versagen und innerem Stillstand. 

Auch wenn Antriebslosigkeit Ausdruck tieferliegender psychischer Prozesse sein kann, ist es therapeutisch sinnvoll, zunächst direkt beim Symptom anzusetzen. Nicht, um Hintergründe zu ignorieren, sondern weil ohne eine minimale Handlungsfähigkeit jede weitere Auseinandersetzung blockiert bleibt.

Der erste Schritt besteht daher nicht darin, alles zu verstehen oder zu verändern, sondern darin, überhaupt wieder ins Tun zu kommen – in einer Form, die realistisch möglich ist.

Wie Ratschläge zusätzlich belasten

Viele gut gemeinte Ratschläge lauten:
„Du musst einfach anfangen.“
„Geh raus, beweg dich, dann kommt die Energie schon.“

Das Problem an diesen Ratschlägen ist nicht, dass sie grundsätzlich falsch wären.
Sondern dass sie Ziel und Weg miteinander verwechseln.

Aktivität, Energie oder Motivation sind keine Startpunkte.
Sie sind Ergebnisse.

Wenn Antrieb fehlt, liegt die entscheidende Arbeit genau dort, wo diese Ratschläge nicht ansetzen: zwischen Stillstand und Bewegung.

Ein zentraler Ansatz bei ausgeprägter Antriebslosigkeit ist der gezielte Aufbau von Selbstwirksamkeit. Gemeint ist das innere Erleben, wieder Einfluss auf das eigene Handeln zu haben – selbst in sehr begrenztem Rahmen.

Dabei gilt:

  • Die Handlung muss tatsächlich umsetzbar sein

  • Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung sollte möglichst nahe bei 100 % liegen

  • Der subjektive Erfolg ist wichtiger als der objektive Nutzen

Gerade zu Beginn sind sehr kleine Schritte nicht nur ausreichend, sondern notwendig.

Wieder in Schwung kommen

Auch wenn es sich so anfühlt, als sei „gar nichts mehr möglich“, gibt es fast immer minimale Handlungsspielräume. Diese können so klein sein, dass sie von außen betrachtet unbedeutend wirken.

Entscheidend ist nicht, was getan wird, sondern dass überhaupt gehandelt wird.

Denn jede bewusst ausgeführte Handlung aktiviert im Gehirn jene Netzwerke, die für Planung, Steuerung und Umsetzung zuständig sind. Auf diese Weise entsteht nach und nach wieder das Gefühl von Kontrolle und Einfluss.

Viele Betroffene verschlimmern ihren Zustand ungewollt, indem sie sich zu viel vornehmen. Große Ziele erzeugen Druck – und nicht selten Frustration, wenn sie nicht umgesetzt werden können.

Diese Frustration wirkt häufig destruktiv:
Sie verstärkt Selbstkritik, Rückzug und das Gefühl, endgültig festzustecken.

Therapeutisch gilt daher:

Lieber zu wenig als zu viel.

Der Aufbau von Selbstwirksamkeit ist wichtiger als jede Form von Leistung.

Den richtigen Ansatz finden

Antriebslosigkeit bedeutet nicht, dass nichts mehr möglich ist. Sie bedeutet, dass der Einstieg tiefer angesetzt werden muss als gewöhnlich. Dort, wo Handlungen nicht überfordern, sondern gelingen können.

Wenn diese ersten Schritte bewusst gewählt und umgesetzt werden, kann sich daraus langsam wieder Bewegung entwickeln – nicht durch Zwang oder Motivation, sondern durch Erfahrung.

Antriebslosigkeit ist kein Zeichen von Schwäche oder fehlendem Willen. Sie ist ein ernstzunehmendes psychisches Symptom, das gezielte, realistische und respektvolle Schritte erfordert.

Der Weg zurück beginnt nicht mit großen Zielen.
Sondern mit dem ersten Schritt, der wirklich erreichbar ist.

Behandlung einer Angststörung: Fallbeispiel aus der Praxis

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden sie nicht nur als isoliertes Symptom verstanden, sondern als Ausdruck innerer Konflikte, die dem bewussten Erleben oft nur teilweise zugänglich sind.

Dieser Artikel zeigt anhand eines Fallbeispiels aus der Praxis,
wie Angst aus tiefenpsychologischer Sicht entsteht –
und warum sie häufig eine schutzvolle Funktion erfüllt.

Symptome als Ausdruck innerer Konflikte

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein psychodynamisches Verfahren. Sie ist aus der Psychoanalyse hervorgegangen und betrachtet psychische Symptome als Ausdruck tieferliegender, teilweise unbewusster Prozesse.

Im Unterschied zur klassischen Psychoanalyse orientiert sich die Tiefenpsychologie jedoch stärker an den aktuellen Beschwerden und Lebensproblemen der Patientinnen und Patienten. Ziel ist es, psychische Symptome in einem überschaubaren Zeitraum zu lindern, ohne dabei den Blick für ihre Ursachen zu verlieren.

 

 

Innerhalb der Tiefenpsychologie existieren verschiedene theoretische Strömungen. Gemeinsam ist ihnen die Annahme, dass unbewusste innere Dynamiken einen wesentlichen Einfluss auf das psychische Erleben haben – auch wenn diese nicht direkt beobachtbar sind.

Menschliche Grundbefüfnisse

Ursprünglich verstand Sigmund Freud unter unbewussten Konflikten vor allem Spannungen zwischen Trieben, Ich und Über-Ich. Dieses klassische Triebmodell wurde im Laufe der Zeit erweitert.

Insbesondere durch die Bindungsforschung und die Objektbeziehungs- und Selbstpsychologie verlagerte sich der Fokus:
Nicht mehr allein Triebbefriedigung, sondern die Qualität früher Beziehungen und die Befriedigung zentraler psychischer Grundbedürfnisse rückten in den Mittelpunkt.

Einen wichtigen Impuls lieferte dabei die Bindungstheorie von John Bowlby, ohne jedoch andere psychodynamische Konzepte zu ersetzen.

In der Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD) wird davon ausgegangen, dass psychische Konflikte häufig dann entstehen, wenn zentrale Bedürfnisse früh, dauerhaft oder massiv frustriert werden.

Zu diesen Grundbedürfnissen zählen 

  1. Bindung

  2. Kontrolle und Sicherheit

  3. Versorgung und Fürsorge

  4. Anerkennung und Wertschätzung

  5. Soziale Kooperation und Verantwortlichkeit

  6. Körperlich-sinnliche Nähe und Sexualität

  7. Identität

    Diese Bedürfnisse gelten als angelegt und entwicklungsleitend. Werden sie nicht ausreichend befriedigt, kann sich die psychische Entwicklung einseitig organisieren – mit möglichen Folgen für das spätere Erleben und Verhalten.

Autonomie vs. Individualität

Die Patientin stellte sich mit der Diagnose einer generalisierten Angststörung und gelegentlichen Panikattacken in der Praxis vor. In der Anamnese zeigte sich ein Autonomie-Abhängigkeits-Konflikt mit deutlicher Tendenz zur Autonomie.

Sie:

  • mied enge Bindungen,

  • fühlte sich schnell eingeengt,

  • lebte bis vor einigen Jahren stabil, funktional und selbstbestimmt.

Menschen bei denen dieser Konflikt stärker ausgeprägt ist, meiden teilweise jede zwischenmenschliche Beziehung bis hin zur sozialen Isolation. Die Patientin hatte bis zum Beginn der Symptome Wert auf ein unabhängiges Leben gelegt, war aber ansonsten gut in ihr soziales Umfeld eingebunden.

 

Geburt des Kindes als Auslöser

Die Situation veränderte sich mit einer ungeplanten Schwangerschaft und der Geburt ihres Kindes. Die enge und unvermeidbare Bindung zwischen Mutter und Kind kollidierte erstmals massiv mit ihrem bisherigen inneren Gleichgewicht.

Die Patientin liebte ihr Kind –
und erlebte gleichzeitig Gefühle von Enge, Wut und Abwehr.

Diese Ambivalenz war für sie kaum erträglich. Sie begann, die negativen Gefühle zu verdrängen, entwickelte Schuld- und Schamgefühle – und zunehmend Angst.

 

Abwehrmechanismen

Verdrängung bedeutet nicht, dass etwas verschwindet. Abgewehrte Inhalte bleiben psychisch wirksam, sind jedoch der bewussten Kontrolle entzogen.

Zusätzlich entwickelte sich eine Reaktionsbildung:
Die verdrängten negativen Gefühle wurden auf der bewussten Ebene in ihr Gegenteil verkehrt. Die Patientin wurde übermäßig fürsorglich, selbstaufopfernd und idealisierend.

Damit war der innere Konflikt scheinbar gelöst. Tatsächlich wurde er vom Bewusstsein abgespalten – und genau das führte zur Entstehung von Angst.

 

Die Angst war zunächst an bestimmte innere Impulse gebunden, wurde später jedoch frei flottierend. Sie äußerte sich in innerer Unruhe, Schlafstörungen und einer diffusen Ängstlichkeit.

 

Tiefenpsychologische Therapie: Angst verstehen statt bekämpfen

In der Therapie ging es nicht darum, die Angst direkt zu bekämpfen, sondern ihre Funktion zu verstehen. Schrittweise konnte die Patientin lernen, ihre ambivalenten Gefühle gegenüber ihrem Kind anzunehmen, ohne sich dafür moralisch zu verurteilen.

Mit der Integration dieser Gefühle verlor die Angst ihre Schutzfunktion – und verschwand.

Der zugrunde liegende Konflikt blieb bestehen, musste jedoch nicht vollständig aufgelöst werden. Ziel war nicht Konfliktfreiheit, sondern ein flexiblerer, reiferer Umgang mit inneren Spannungen.


 

Fazit: Angst als Signal innerer Prozesse

Aus tiefenpsychologischer Sicht ist Angst häufig kein Feind, sondern ein Hinweis darauf, dass innerlich etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Werden diese Signale verstanden und integriert, kann nachhaltige Veränderung möglich werden.

In meiner psychotherapeutischen Arbeit in Köln kombiniere ich tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit therapeutischer Hypnose, um auch unbewusste Prozesse behutsam zugänglich zu machen – insbesondere bei Angststörungen, innerer Unruhe und psychosomatischen Beschwerden.

 

 


Therapieerfolg in der Psychotherapie: Was wirklich entscheidend ist

Positive Patientenpunkte

Im Vorfeld einer Psychotherapie ist es wesentlich, sich über die Bedeutung von Diagnosen und Krankheitsbilder, sowie deren Ursachen und mögliche  Therapiemethoden aufzuklären oder beraten zu lassen. Auf Basis dieser Informationen einen passenden Behandler auszuwählen sehr wichtig.

Doch natürlich ist dieser Teil nur die halbe Miete, wenn es darum geht, dass eine Psychotherapie auch wirklich erfolgreich verläuft. Der andere wesentliche Faktor sind Sie.


Die Erwartungen, die Haltung und die Motivation, die Sie in eine Therapie mitbringen, sind mindestens genauso entscheidend für den Therapieerfolg wie Methode oder Therapeut.

Dieser Artikel fasst Ergebnisse aus der Psychotherapieforschung zu positiven Patientenfaktoren.
Also zu Punkten, bei denen man herausgefunden hat, dass wenn der Patient sie erfüllt, es sich günstig auf die Prognose des Therapieerfolg auswirken.

1. Behandlungswunsch und Leidensdruck

Der wohl entscheidenste Faktor ist überhaubt der Wunsch nach einer Behandlung und der damit meist verbundene Leidensdruck. Auf eine gewisse Art ist das selbstverständlich.

Denn wenn es diesen Leidensdruck nicht gäbe, käme eine Psychotherapie gar nicht zustande.
Es zwingt einen ja niemand dazu.

 

Interessant ist allerdings, dass dieser Leidensdruck häufig genau dann verschwindet, wenn es darum geht, die bisherigen Denk- und Verhaltensweisen infrage zu stellen oder sogar zu verändern.

Es ist ein bisschen wie mit Motivation.
Die ist oft dann besonders stark, wenn es noch keine konkreten Schritte gibt, die man gehen muss.
In diesem Moment ist man gefühlt zu allem bereit.

Sobald man aber an die ersten Blockaden und Hindernisse stößt, beginnen häufig die Zweifel.
Manchmal zweifelt man offen an den eigenen Fähigkeiten und fragt sich, ob man das überhaupt schaffen kann.

 

Oft werden diese Zweifel aber verschoben – zum Beispiel auf die Therapie.
Ob das wirklich die richtige ist.
Ob man nicht lieber noch warten sollte.
Ob es vielleicht einen besseren Zeitpunkt gibt.

 

All das ist vollkommen normal und gehört zu einem therapeutischen Prozess fast immer dazu.

Meiner Meinung nach hilft es in solchen Phasen, sich an den Moment zu erinnern, in dem man die Entscheidung getroffen hat, dass es so, wie bisher, nicht weitergehen soll.
Dass man sich nicht mehr so fühlen möchte wie zuvor.

 

Sich also immer wieder vor Augen zu führen, warum man diesen Weg überhaupt eingeschlagen hat. In unserer Kultur wird Motivation häufig absurd verherrlicht, als wäre sie ein rein positives Phänomen. Dabei liegt im Kern einer stabilen Motivation oft genau dieser Leidensdruck, der dazu drängt, etwas Besseres für sich zu erschaffen.

 

Das heißt nicht, dass man sich ständig sein eigenes Leid vor Augen führen sollte.
Aber es hilft, im Hinterkopf zu behalten, dass es darum geht, dieses Leid zu beenden.

Nach meiner Erfahrung hilft genau das enorm, die nötige Entschlossenheit aufzubringen, um sich auch mit den Widrigkeiten eines therapeutischen Prozesses auseinanderzusetzen.

2. Aktive Beteiligung als Voraussetzung für Therapieerfolg

Damit kommen wir fließend zum nächsten Punkt: Die Bereitschaft sich aktiv am therapeutischen Prozess zu beteiligen. 


Dieser Punkt ist deshalb so wichtig, weil viele Menschen in der Psychotherapie eine eher passive Haltung einnehmen und vom Therapeuten eine Lösung für ihre Probleme erwarten.

Ich glaube, diese Haltung entsteht häufig daraus, dass der Unterschied zwischen medizinischer und psychischer Behandlung nicht klar genug ist.

In der Medizin ergibt diese Passivität durchaus Sinn.
Dort gibt es einen Arzt oder Fachmann, der anhand von Symptomen oder objektiven Tests Medikamente oder Maßnahmen festlegt, von denen man selbst wenig verstehen muss.

Die Aufgabe des Patienten besteht dann im Wesentlichen darin, das umzusetzen, was ihm empfohlen wird.

Dieses Prinzip lässt sich jedoch nicht auf psychische Prozesse übertragen.
In der Psychotherapie ist der Therapeut zwar Experte für den Prozess, aber darauf angewiesen, dass der Patient sogenanntes psychisches Material einbringt.

Das bedeutet, sich mit den eigenen inneren Dynamiken aktiv auseinanderzusetzen und den Therapeuten daran teilhaben zu lassen.

Der Therapeut kann dieses subjektiv oft chaotische oder belastende Material dann aufgrund seiner Ausbildung ordnen, einordnen und Orientierung schaffen.

Es gibt in der Psychotherapie keine klaren Rezepte wie in der Medizin.
Es handelt sich vielmehr um einen gemeinsamen Erkundungsprozess, in dem jedes Mal eine individuelle Lösung entsteht.

Aktive Beteiligung meint also die Bereitschaft, sich auf diesen Prozess einzulassen – mit all seinen Unklarheiten, Zweifeln und möglichen Rückschlägen.

Und das nicht nur innerhalb der Sitzungen.
Auch außerhalb des Therapieraums geht es darum, Erfahrungen, Erkenntnisse und Fragen ins eigene Leben zu übertragen – möglichst aktiv und eigenverantwortlich.

3. Die therapeutische Beziehung

Psychotherapie ist also ein sehr dynamisches Feld.
Man darf nicht erwarten, eine rein technische Lösung zu bekommen, sondern muss sich auf den Prozess und auch auf den Therapeuten einlassen.

Damit sind wir beim letzten Punkt: der therapeutischen Beziehung als wesentlichem Faktor für den Therapieerfolg.

Eine Beziehung ist immer etwas Gegenseitiges.
Für Therapeuten gehört es zum Alltag, sich auf neue Menschen und deren Emotionen einzulassen.
Patienten hingegen kommen oft mit der verständlichen Hoffnung, das Ganze möglichst unkompliziert hinter sich zu bringen.

Es geht dabei nicht darum, sich kopfüber in eine Beziehung zu stürzen.
Man muss den Therapeuten auch nicht uneingeschränkt mögen. Auch Gefühle wie Ablehnung oder Wut können Teil des Prozesses sein und lassen sich oft konstruktiv integrieren.

Was jedoch wirklich problematisch ist, ist das völlige Ausbleiben von Emotionen innerhalb der therapeutischen Beziehung. 

Zum Beispiel, wenn man den Therapeuten ausschließlich als Experten oder im schlimmsten Fall als Dienstleister betrachtet, der einfach funktionieren soll, ansonsten aber als Person irrelevant ist.

Das ist erfahrungsgemäß ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas nicht passt.

Ein tiefgreifender psychischer Veränderungsprozess geht immer auch mit emotionaler Verbindung und späterer Loslösung einher. Diese Verbindung muss sich nicht sofort entwickeln, aber sie braucht Raum.

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Psychotherapie

Alle genannten Punkte – der Behandlungswunsch, die aktive Beteiligung und die Bereitschaft zu emotionalem Kontakt – sollten nicht als starre Voraussetzungen verstanden werden.

Es geht nicht darum, all das von Beginn an vollständig mitzubringen.
Sondern um die Bereitschaft, diese Haltungen entstehen zu lassen, wenn sie im therapeutischen Prozess auftauchen.

Gerade deshalb habe ich diese Punkte hier noch einmal zusammengefasst.
Sie können helfen, sich zu Beginn einer Psychotherapie gut auf den eigenen Teil des Prozesses einzustellen.

In Kombination mit der Auswahl eines passenden Therapeuten – zum Beispiel im Rahmen einer Psychotherapie in Köln – steigen damit die Chancen deutlich, dass eine Therapie auch wirklich erfolgreich verläuft.

Mir bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen:
Danke für die Aufmerksamkeit und schön, dass du bis zum Ende gelesen hast.

Die Soziale Phobie
Die Soziale Phobie

Soziale Phobie, auch als soziale Angststörung bekannt, ist ein weitverbreitetes, aber oft missverstandenes Problem, das das Leben vieler Menschen beeinflusst. Die Angst vor sozialen Situationen kann so stark sein, dass sie die täglichen Aktivitäten und zwischenmenschlichen Beziehungen erheblich beeinträchtigt. In diesem Blogbeitrag werden wir näher auf die soziale Phobie eingehen und erläutern, wie Hypnose eine wirksame Methode sein kann, um sie zu überwinden.

Was ist soziale Phobie?

Soziale Phobie ist mehr als nur Schüchternheit. Es handelt sich um eine ernsthafte psychische Gesundheitsstörung, bei der Betroffene übermäßige Angst in sozialen Situationen verspüren. Dies kann in verschiedenen Formen auftreten, von der Angst vor öffentlichen Reden bis zur Furcht vor einfachen Gesprächen mit Fremden. Die Betroffenen fürchten oft das Urteil anderer und haben große Schwierigkeiten, sich in sozialen Situationen wohl zu fühlen.

Ursachen der sozialen Phobie

Die genauen Ursachen der sozialen Phobie sind komplex und können von Person zu Person variieren. Einige Faktoren, die zur Entwicklung beitragen können, sind genetische Veranlagung, frühe Lebenserfahrungen, soziale Umwelt und neurochemische Ungleichgewichte im Gehirn.

Symptome der sozialen Phobie

Die Symptome der sozialen Phobie können von Person zu Person unterschiedlich sein, umfassen jedoch häufig:

  • Intensive Angst oder Panik in sozialen Situationen

  • Vermeidung von sozialen Aktivitäten oder Orten

  • Körperliche Symptome wie Schwitzen, Zittern und Herzrasen

  • Negative Gedanken über sich selbst und das eigene Verhalten in sozialen Situationen

Wie kann Hypnose bei der Bewältigung von sozialer Phobie helfen?

Hypnose hat sich als wirksame Methode zur Bewältigung von sozialer Phobie erwiesen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Hypnose helfen kann:

  1. Entspannung und Stressabbau: Hypnose induziert tiefe Entspannung, was dazu beiträgt, die körperlichen Symptome von Angst zu reduzieren und den Stress abzubauen.

  2. Umwandlung negativer Glaubenssätze: Während der Hypnosesitzungen können negative Denkmuster und Überzeugungen identifiziert und in positive umgeformt werden. Dies hilft dabei, das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen zu stärken.

  3. Expositionstherapie: In der Hypnose können Betroffene schrittweise und kontrolliert sozialen Situationen ausgesetzt werden, die ihre Angst auslösen. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Ängste zu überwinden und Selbstvertrauen aufzubauen.

Fazit

Die soziale Phobie kann das Leben stark einschränken, aber sie ist behandelbar. Hypnose ist eine vielversprechende Methode, um soziale Phobie zu behandeln. Es ist jedoch wichtig sicherzustellen, dass die Hypnose von einem qualifizierten Hypnotherapeuten durchgeführt wird. Wenn Sie unter sozialer Phobie leiden, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und die heilende Kraft der Hypnose zur Überwindung dieser Herausforderung nutzen. Ein Leben ohne ständige Angst in sozialen Situationen ist möglich, und Hypnose kann der Weg dorthin sein.

Abnehmen durch Hypnose
Abnehmen durch Hypnose

Übergewicht ist ein weitverbreitetes Problem in unserer Gesellschaft, das nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinflusst. Viele Menschen kämpfen darum, überflüssige Pfunde zu verlieren, und stoßen dabei auf zahlreiche Herausforderungen. In diesem Blogartikel wollen wir uns genauer mit dem Thema Übergewicht beschäftigen und wie Hypnose als eine vielversprechende Methode zur Gewichtsabnahme dienen kann

Die Herausforderungen des Übergewichts

Übergewicht kann viele Ursachen haben, darunter ungesunde Essgewohnheiten, mangelnde körperliche Aktivität, Stress und genetische Faktoren. Die körperlichen Folgen sind gut dokumentiert und umfassen ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes, Gelenkprobleme und mehr. Doch Übergewicht kann auch schwerwiegende Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und die psychische Gesundheit haben.

Warum Hypnose zur Gewichtsabnahme?

Hypnose ist eine Methode, die das Unterbewusstsein beeinflusst, um Veränderungen im Verhalten und Denken herbeizuführen. Hier sind einige Gründe, warum Hypnose eine wirksame Unterstützung bei der Gewichtsabnahme sein kann:

Veränderung der Denkmuster: In der Hypnose können negative Denkmuster und Gewohnheiten, die zur Gewichtszunahme führen, identifiziert und durch positive ersetzt werden.

Appetitkontrolle: Hypnose kann dazu beitragen, das Verlangen nach ungesundem Essen zu reduzieren und die Selbstkontrolle zu stärken.

Stressbewältigung: Viele Menschen essen aus Stress oder emotionalen Gründen. Hypnose kann helfen, Stress abzubauen und gesündere Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Selbstbild und Motivation: Hypnose kann das Selbstvertrauen stärken und die Motivation zur Gewichtsabnahme steigern.

Die Rolle eines qualifizierten Hypnotherapeuten

Es ist wichtig zu betonen, dass die Hypnose als Teil eines umfassenden Gewichtsabnahmeplans verwendet werden sollte. Ein qualifizierter Hypnotherapeut kann Ihnen helfen, die nötigen mentalen Vorraussetzungen zu schaffen.

Fazit

Abnehmen durch Hypnose kann ein schneller und effektiver Weg sein um nachhaltig un Wenn Sie darüber nachdenken, Hypnose zur Gewichtsabnahme auszuprobieren, sollten Sie sich an einen qualifizierten Hypnotherapeuten wenden und sich auf eine Reise zu einem gesünderen und glücklicheren Selbst begeben. Denken Sie daran, dass Gewichtsabnahme ein schrittweiser Prozess ist, und jede positive Veränderung verdient Anerkennung und Feier.

Angststörungen endgültig auflösen
Angststörungen endgültig auflösen

“Der Mensch muss dazu befähigt werden, eine offene und angstfreie Haltung gegenüber dem Leben einzunehmen.”

– John Fuller

Angst vs. Furcht

Angst ist im Grunde eine normale Emotion, die jeder Mensch erlebt. In ihrer natürlichen Form ist sie ein Alarmzustand, in dem das Unterbewusstsein das Bewusstsein vor Gefahren warnt und den Körper in Erregung versetzt, um gegebenenfalls entsprechend zu reagieren. Im Normalfall beruhigt sich das gesamte System, sobald die Gefahr vorüber ist. In einem solchen Fall spricht man eigentlich auch nicht von Angst, sondern von Furcht. Furcht bezieht sich auf eine konkrete, aktuelle Gefahr und verschwindet, sobald diese vorüber ist. Von Angst bzw. einer Angststörung spricht man, sobald das Gefühl der Furcht auch ohne eine tatsächliche Gefahrenlage auftritt. Nach dieser Terminologie ist also Angst die krankhafte Version der Furcht (gleich Angststörung) und eine der häufigsten psychischen Gesundheitsstörungen weltweit.

Arten von Angststörungen

Die Definitionen der verschiedenen Arten von Angststörungen, die ich hier der Vollständigkeit halber grob skizziere, sind wie folgt:

  • Generalisierte Angststörung (GAS): Betroffene haben anhaltende und übermäßige Sorgen über verschiedene Lebensbereiche, die schwer zu kontrollieren sind.

  • Soziale Angststörung: Diese Störung wird durch intensive Angst in sozialen Situationen gekennzeichnet, begleitet von der Furcht vor negativem Urteil und Ablehnung.

  • Panikstörung: Menschen mit Panikstörung erleben plötzliche und intensive Panikattacken, oft ohne ersichtlichen Grund.

  • Phobien: Phobien sind übermäßige und irrational ausgeprägte Ängste vor bestimmten Objekten, Situationen oder Tieren.

Die Entstehung der Angst

Wie oben bereits angesprochen, ist Furcht ein Signal des Unterbewusstseins, mit dem es das Bewusstsein vor einer Gefahr warnt. Anders als Tiere haben Menschen die Möglichkeit, ihre Reaktion auf diese Signale des Unterbewusstseins bewusst zu steuern, sogar sie zu unterdrücken, abzulehnen oder sich von ihnen abzuspalten (Dissoziation). Wenn eine Furcht nicht gefühlt wurde, kann es passieren, dass sie auch nicht verarbeitet wird und sich im emotionalen Körper der Person verfestigt. Dann wird die Furcht, die eigentlich gefühlt und auch entsprechend behandelt werden sollte, ein Teil der Person, die sie nicht wahrgenommen hat. Angst beginnt wie alle abgelehnten Gefühle nach einiger Zeit ein Eigenleben zu führen. Einige Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen ausreichend wahrzunehmen, bis sie im Verborgenen ein dermaßen kritisches Level erreicht haben, dass sie plötzlich überwältigt werden. In jedem Fall ist eine schlechte Verbindung zu den eigenen Emotionen der Ausgangspunkt, an dem sowohl die Ängste als auch die Angst vor der Angst entstehen.

Free floating Anxiety

Zusammengefasst ist die Angst also eine Furcht, die nicht verarbeitet wurde, und deswegen ein gespenstisches Dasein im Unterbewusstsein des Betroffenen führt. Das spukhafte Erscheinen in Form von Panikattacken, Phobien und allerlei irrationalen Ängsten vervollständigt dieses Bild. Wo sie sich zeigt, gab es meist einen bestimmten Anlass, eine Rechtfertigung, die es dem Verstand erlaubt eine Verschiebung vorzunehmen. Um mit der Unstimmigkeit umzugehen, sucht er ein passendes Objekt oder bestimmte Faktoren, denen er die Angst zuschreiben kann, um sie nachträglich verständlich zu machen. Der daraus entstehende Grund der Angst (z.B. Angst vor Spinnen, Verlustangst, Existenzangst) ist also eine Rationalisierung der Angst und wie gesagt, ein nachträglicher Prozess, weshalb er niemals die Ursache sein kann.

Es liegt somit in der Natur der Sache, dass die meisten Betroffenen nicht wissen, woher ihre Angst wirklich kommt, weil falsche Vorstellungen (Gründe) die wahren Ursachen verschleiern und somit eine konstitutive Notwendigkeit für die Erhaltung der Angstzustände sind.

Die Ängste endlich und endgültig auflösen

An diesem Punkt setzt die Hypnose an. Richtig eingesetzt ist sie ein direkter Weg, um die Ursache der Angst zu finden und aufzulösen. Das ermöglicht sie quasi durch eine Umkehr der Entstehungsgeschichte. Denn während die Ängste entstanden sind, weil das Signal des Unterbewusstseins, die Furcht, vom Bewusstsein nicht wahrgenommen wurde und sich deswegen verselbstständigt hat, ermöglicht die Hypnose dem Bewusstsein einen Zugang zu dem Bereich des Unterbewusstseins. Auf diesem Weg kann nachträglich aufgearbeitet werden, was sich bisher dem Verstand entzogen hat. Diese Hypnose ist also ein sehr bewusster Prozess. Dabei ist man vollkommen klar. Es handelt sich einfach um nach innen gewandte Aufmerksamkeit, die es erlaubt, sonst unbewusste Prozesse bewusst zu verändern oder in diesem Fall aufzulösen. Es ist nicht so, dass der Hypnotiseur die Angst “wegmacht”. Solcher Hokuspokus wird oft versprochen, aber nie eingehalten. In der professionellen Hypnosetherapie wird dem Betroffenen selbst gezeigt, wie er seine inneren Dynamiken beeinflussen kann. Diese Selbstwirksamkeit ist es, die letztendlich die Ängste auflöst und den Menschen zu neuer Kraft verhilft.

Wenn Sie oder jemanden, den Sie kennen, dieses Thema betrifft, können Sie gerne über die Website Kontakt aufnehmen.

Selbsthypnose
Selbsthypnose

Die Selbsthypnose ist ein elementarer Bestandteil des therapeutischen Prozesses. Mit diesem Zugang zu den inneren Strukturen können die Ergebnisse aus den Sitzungen vertieft und gestärkt werden. Natürlich ist sie darüber hinaus auch ein Werkzeug, um mehr Bewusstsein und Selbstwirksamkeit im gesamten Leben zu erlangen.

Unten findest du eine Audio Datei zur Selbsthypnose. Lies dir bitte vorher die verschiedenen Schritte durch um den Prozess selbstständig mit gestalten zu können.

* Die Selbsthypnose ist nur im Umfang einer bestehenden oder abgeschlossenen therapeutischen Behandlung empfohlen. Für weitere Fragen dazu einfach Kontakt aufnehmen

1. Schritt: Emotion

Die Trance wird durch das bewusste Wahrnehmen der Emotionen eingeleitet. Das Wort “Emotion” stammt vom lateinischen “emovere” und bedeutet so viel wie “bewegen”. Es gilt also, die Bewegungen im Körper bewusst wahrzunehmen. Das ist tatsächlich leichter gesagt als getan. Die meisten Menschen haben eine schlechte Verbindung zu ihren Gefühlen. Diese Trennung führt oft dazu, dass die Gefühle ein Eigenleben entwickeln und oft unschöne Formen annehmen.

Die Hypnose ist der Weg, um wieder in Einklang mit ihren Gefühlen zu kommen. Dafür braucht es ein bewusste Wahrnehmen und Annehmen aller Signale, die der Körper sendet. Der Ablauf ist ähnlich wie in den Sitzungen (Jede Hypnose ist auch eine Selbsthypnose)

Zu Hause kannst du entweder:

  • An den Punkt der letzten Sitzung anknüpfen Zum Ende der Trance wird immer ein Punkt markiert, den du bei Gelegenheit wieder ansteuern kannst. Erinnere dich an die Merkmale des Gefühls: – Wo im Körper hast du es wahrgenommen? – Welche Situationen, Menschen oder Orte waren damit verbunden? – Welche Gedanken hängen damit zusammen?

  • Einer akuten Emotion folgen Durch die Hypnose in der Praxis wirst du generell ein besseres Bewusstsein für dich bekommen und öfter bemerken, was in dir vor sich geht. Falls sich in einer bestimmten Situation z.B. ein Angstgefühl bemerkbar macht, nimm dir einen Moment Zeit, um es wie in den Sitzungen bewusst wahrzunehmen. So bekommst du einen direkten Einstieg.

  • Einen Body Scan durchführen Falls du kein akutes Gefühl wahrnimmst oder einen konkreten Punkt aus den Sitzungen weiter bearbeiten möchtest, kannst du durch einen Bodyscan deine körperlichen Signale verstärken. Entspanne dafür einfach nach und nach jeden Bereich

deines Körpers und halte nach dem stärksten Signal Ausschau. Sobald du über eine der drei Möglichkeiten ein Gefühl herausgearbeitet hast, kannst du mit der Vertiefung beginnen.

2. Schritt: Trance-Induktion

Sobald du beginnst, deine körperlichen Gefühle bewusst wahrzunehmen, werden damit verbundene Bilder, andere Gefühle oder auch Gedanken auftauchen. Halte in jedem Fall so gut du kannst die Aufmerksamkeit beim Gefühl und frage dich, was damit sonst noch zusammenhängt. Suche bewusst nach Situationen, Orten oder Menschen, bei denen du es gespürt hast.

Falls sich nichts zeigt, kannst du auch vor deinem inneren Auge eine Bühne vorstellen und schauen, wer aus deinem Leben dort stehen würde.

Diese Assoziationen leiten das erste Stadium der Trance (Wach-Hypnose) ein.

3.Schritt: Dissoziation aufheben

Möglicherweise wirst du dich in manchen mit den Gefühlen verknüpften Situationen selbst beobachten können. In diesem Fall hast du eine Dissoziation aufgedeckt.

Der menschliche Geist spaltet sich in stressigen Situationen von den Emotionen ab, um nicht überwältigt zu werden. Normalerweise hebt sich diese Spaltung nachher von selbst wieder auf, aber bei mangelnder Selbstregulation kann es auch zu einer permanenten Dissoziation kommen. Diese ist oft die Ursache für negative Emotionen. In diesem Fall versuche immer – wie in den Sitzungen – wieder in dich hineinzukommen. Werde eins mit der Version deiner Selbst, die du dort sehen oder spüren kannst, und nimm genau wahr, was in ihr vor sich geht. Diese Dissoziationen können sehr lange zurückliegen, weswegen manchmal auch vom “inneren Kind” gesprochen wird.

Schritt 4: Das Update

Nachdem die Dissoziation aufgehoben ist, indem du in die abgespaltene Version deiner Selbst eingetreten bist, ist es wichtig, wieder erwachsen zu werden. Oft wird geraten, den verschiedenen inneren Kindern einen Platz zu schaffen und sich um sie zu kümmern.

Um souverän und verbunden zu sein, ist es jedoch wichtig, den “inneren Kindergarten” zu schließen. Handle in den Situationen aus deiner heutigen Perspektive heraus. Nimm den abgespaltenen Anteil wieder in dich auf. Wenn dann wieder blockierende Gefühle auftauchen, beginne damit von Neuem: Finde Dissoziationen, assoziiere und mache ein Update zur heutigen Perspektive. Durch diese Schritte entwickelt sich ein besseres Selbstbewusstsein und mehr Selbstwirksamkeit. Allerdings muss nicht jede Selbsthypnose zu klaren Ergebnissen führen. Jede Sekunde, die du nutzt, um eine bessere Verbindung zu dir selbst aufzubauen, zählt. Du wirst mit jedem Mal leichter mit dir interagieren können.

Falls du individuelle Fragen hast, stehe ich in den Sitzungen oder telefonisch zur Verfügung.

Durch Träume erwachen
Durch Träume erwachen

Zhuang Zi träumte, er sei ein Schmetterling. Der Traum war so real, dass er sich nach dem Aufwachen fragte, ob er nicht in Wirklichkeit ein Schmetterling sei, der träumt, ein Mann zu sein.

Diese alte Geschichte veranschaulicht, was unsere Gesellschaft zunehmend vergisst: Träume sind real. Alle fünf Sinne sind im Erleben der Traumwelten beteiligt, manchmal sogar stärker als im Wachzustand, da während des Schlafs das Bewusstsein tatsächlich ruht. Während es seine Kontrollfunktion einstellt, offenbaren sich der Inhalt und die Struktur des Unbewussten. Im Traum zeigen sich die basalen Vorgänge der Psyche und eröffnen einen Zugang zu den Mustern der Wahrnehmung und Reaktion, aus denen heraus der Wachzustand nachträglich entsteht.

So gesehen ist Träumen das reale Erwachen. In diesem Zustand offenbaren sich Verarbeitungsprozesse und verdrängte Erfahrungen. In unserem wachen Alltag sind wir lediglich ein Bewusstsein des Trauminhalts. Daher hatte die Traumwelt in Zeiten, die gesellschaftlich gesehen mittlerweile der Vergangenheit angehören, einen hohen Stellenwert. Erzählungen und Niederschriften von Träumen füllten einen Großteil des Gesprächsstoffs, und der Praxis des Träumens wurde oft Priorität eingeräumt.

Träumen in der Moderne

Die Schlafforschung zeigt, dass dieser Bezug seit der Industriellen Revolution radikal nachgelassen hat. Es scheint, als ob der Mensch seitdem aufgrund seines häufigen Umgangs mit Maschinen selbst zunehmend zur Maschine wird. Während der Schlaf bis dahin einen Übergang zwischen zwei gleichwertigen Welten markierte, meint der Mensch von heute, sich nachts ausschalten zu müssen. Obwohl er meist nicht umhin kann, von Träumen heimgesucht zu werden, fehlt ihm oft die Fähigkeit, eine produktive Verbindung zu seinem Unterbewusstsein aufzubauen. Die als irrational abgetanen Inhalte werden meist direkt nach dem Aufwachen vergessen oder nicht weiter beachtet. Manche Träume, meistens Alpträume, lassen sich zwar nicht so einfach auslöschen, behalten jedoch in der Regel ihren entfremdeten Charakter und werden nicht integriert. In diesem Verhältnis zeigt sich die allgemeine Tendenz, in der Menschen immer mehr die Verbindung zu sich selbst verlieren.

Der Weg zu sich Selbst

Das Träumen ist also ein direkter Weg, um die Verbindung zu den unbewussten Prozessen wieder aufzubauen. Dabei geht es jedoch nicht um das Beobachten oder gar Analysieren, sondern um das sinnliche Wahrnehmen. Der emotionale Zustand und die Gefühlslage während des Traums sind entscheidend, nicht der Inhalt. Die erlebten Szenen und Bilder können ein Zugang sein, wenn sie richtig genutzt werden. Die Nachbearbeitung eines Traums besteht also darin, über das bewusste Erinnern des Traums die Botschaften des Unterbewussten zu fühlen und dadurch zu integrieren. So können tiefliegende Emotionen verarbeitet und mehr Selbstbewusstsein im Sinne eines Bewusstseins des Selbst erlangt werden.

Für die Hypnose Sitzungen sind Aufzeichnungen von Träumen ein guter Einstieg in die Trance und bieten Potential für tiefgreifende Prozesse.

Hypnose als Weg zur inneren Ruhe: Eine tiefe Entspannung
Hypnose als Weg zur inneren Ruhe: Eine tiefe Entspannung

In unserer hektischen Welt ist es oft schwierig, innere Ruhe zu finden und stressbedingte Unruhezustände zu überwinden. Glücklicherweise gibt es verschiedene Ansätze, um diese Herausforderungen anzugehen, und einer davon ist die Hypnose. In diesem Artikel werde ich genauer darauf eingehen, wie Hypnose dabei helfen kann, innere Unruhe zu bekämpfen und eine tiefgreifende Entspannung zu erreichen.

Wie wirkt Hypnose?

Hypnose ist ein veränderter Bewusstseinszustand, in dem eine Person tiefe Entspannung erfährt, sich aber gleichzeitig in einem hoch konzentrierten Zustand befindet. Während sich viele Menschen Hypnose als mysteriös oder sogar beängstigend vorstellen, ist sie in Wirklichkeit ein völlig natürlicher Zustand, den wir fast täglich erleben. Denken Sie nur an das Gefühl kurz vor dem Einschlafen oder das Versinken in ein fesselndes Buch oder einen Film – das sind alles Zustände, die Hypnose ähneln.

Hypnose gegen innere Unruhe

Die Fähigkeit der Hypnose, innere Unruhe zu bekämpfen, beruht auf der Tatsache, dass sie auf die Gedanken und Emotionen eines Menschen abzielt. Während in Hypnose versetzte Personen sich in einem entspannten Zustand befinden, sind sie gleichzeitig besonders empfänglich für positive Veränderungen ihres Denkens. Hier sind einige Wege, wie Hypnose bei der Bekämpfung innerer Unruhe helfen kann:

  1. Entspannung fördern: In der Hypnose werden Menschen in einen tiefen Entspannungszustand versetzt, der es ihnen ermöglicht, Stress und Sorgen loszulassen. Dieser Zustand allein kann helfen, innere Unruhe zu reduzieren.

  2. Ursachen identifizieren: Ein ausgebildeter Hypnotherapeut kann Ihnen helfen, die tieferliegenden Ursachen Ihrer inneren Unruhe zu erkennen. Dies kann entscheidend sein, um langfristige Veränderungen herbeizuführen.

  3. Umprogrammierung des Denkens: Während der Hypnose können positive Suggestionen gegeben werden, die Ihr Denken und Verhalten in Bezug auf innere Unruhe verändern. Dies kann helfen, Ängste und Sorgen loszulassen und stattdessen Ruhe und Gelassenheit zu fördern.

  4. Stressbewältigung: Die Hypnose kann auch Techniken zur Stressbewältigung vermitteln, die Ihnen helfen, besser mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen.

  5. Verbesserte Schlafqualität: Viele Menschen mit innerer Unruhe haben Schlafprobleme. Hypnose kann dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern, was wiederum zur Entspannung beiträgt.

Wie funktioniert eine Hypnosesitzung?

Eine Hypnosesitzung beginnt mit einem Gespräch, in dem wir über Ihre spezifische Ausgangssituation und Ziele sprechen. Darauf werde Ich eine maßgeschneiderte Hypnosesitzung entwickeln, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Während der Sitzung werden Sie in einen entspannten Zustand versetzt,. In diesem Zustand sind Sie wach, aber tief entspannt. Das bedeutet, dass sich eine bewusste Verbindung zu ihrem Unterbewusstsein aufgebaut hat, die wir nutzen werden um gezielt die Ursachen ihrer Unruhe aufzulösen.

Fazit

Hypnose ist eine sehr wirksame Methode zur Bekämpfung innerer Unruhe sein, da sie auf das Unterbewusstsein abzielt und dort die Quelle der inneren Unruhe aufzulösen. Es ist wichtig, sich an einen ausgebildeten und zertifizierten Hypnotherapeuten zu wenden, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Mit der richtigen Unterstützung können Sie innere Ruhe finden und ein stressfreieres Leben führen.

1:1 Sitzungen Gesprächstherapie

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