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Selbstfindung

Selbstfindung

In einer Welt voller Erwartungen, Vergleiche und äußerer Einflüsse kann es schwerfallen, ein klares Gefühl für sich selbst zu entwickeln. Viele Menschen orientieren sich an dem, was von ihnen erwartet wird, passen sich an oder erfüllen Rollen, die sie gar nicht bewusst gewählt haben. 

Doch was passiert, wenn man plötzlich merkt, dass man sich selbst nicht wirklich kennt? Wenn äußere Erfolge nicht das innere Gefühl von Zufriedenheit bringen oder wenn tief im Inneren eine Leere bleibt? Solche Momente können ernüchternd sein, oder Gelegenheit für ein neues und tieferes Gefühl von Sinnhaftigkeit. 

Zeichen für Selbst-Entfremdung

01

Innere Leere und Orientierungslosigkeit

Das Gefühl, nicht zu wissen, wer man ist oder was man wirklich will. Entscheidungen fallen schwer, da keine klare innere Richtung vorhanden ist.

02

Fremdbestimmtes Leben

Man passt sich ständig den Erwartungen anderer an und trifft Entscheidungen eher aus Pflichtgefühl als aus eigenen Überzeugungen.

03

Emotionale Entfremdung

Eigene Gefühle sind schwer greifbar oder erscheinen fremd. Statt intensiver Emotionen stellt sich oft eine innere Taubheit oder Gleichgültigkeit ein.

04

Ständige Ablenkung oder Fluchtverhalten

Übermäßiger Konsum von Social Media, Arbeit oder anderen Betäubungen, um sich nicht mit der eigenen inneren Leere oder Unsicherheit auseinandersetzen zu müssen.

05

Selbstzweifel und Unsicherheit

Das Vertrauen in die eigenen Entscheidungen ist geschwächt, man fühlt sich von äußeren Umständen gesteuert und hinterfragt ständig den eigenen Weg.

06

Fehlende Begeisterung und Antriebslosigkeit

Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben, erscheinen bedeutungslos. Es fehlt das Gefühl von Sinn, Motivation oder Lebendigkeit.

Wie kommt es überhaupt zu der Suche nach sich selbst?

Den Bezug zu sich selbst verliert sich schleichend. Es ist ein stückweises Aufgeben der eigenen Perspektive, Bedürfnisse und Meinungen, das dazu führt, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, wie es anders sein könnte. Oft sind es dann aber plötzliche Momente, in denen einem der Verlust des Selbst wirklich bewusst wird – wenn alte Strukturen wegbrechen oder die bisherige Lebensweise einfach nicht mehr funktioniert. Doch der eigentliche Verlust des Selbst beginnt meist viel früher – durch Prägungen, äußere Erwartungen und unbewusste Anpassungsprozesse.

Frühe Prägungen

Bereits in der Kindheit wird vermittelt, wie man sein „sollte“. Eltern, Lehrer und die Gesellschaft setzen bewusste und unbewusste Maßstäbe, an denen sich Kinder orientieren. Wer früh gelernt hat, sich anzupassen, um Anerkennung zu erhalten, entwickelt oft eine Persönlichkeit, die sich stärker an den Erwartungen anderer als an den eigenen inneren Impulsen ausrichtet. Diese Muster verfestigen sich mit der Zeit: Entscheidungen werden nicht nach den eigenen Bedürfnissen, sondern nach äußeren Anforderungen getroffen.

Rollenbilder

Auch spätere Lebenserfahrungen tragen dazu bei, sich selbst aus den Augen zu verlieren. Wer lange in einer Rolle funktioniert – sei es im Beruf, in Beziehungen oder durch gesellschaftliche Normen –, vergisst oft, welche Bedürfnisse und Werte eigentlich die eigenen sind. Besonders nach langer Anpassung kann es geschehen, dass Menschen gar nicht mehr wissen, was sie wirklich wollen oder fühlen.

Wenn Stützen wegfallen

Die Suche nach sich selbst beginnt häufig dann, wenn innere oder äußere Krisen dieses Fremdsein von sich selbst offenlegen. Wenn Erfolg oder Sicherheit nicht mehr ausreichen, um ein Gefühl der Erfüllung zu schaffen. Wenn plötzliche Veränderungen, Verluste oder Konflikte dazu führen, dass die vertrauten Strukturen zusammenbrechen und die Frage bleibt: Wer bin ich eigentlich, wenn all das wegfällt?
Sich selbst zu verlieren bedeutet, den Kontakt zur eigenen inneren Wahrheit zu verlieren. Doch genau darin liegt auch eine Chance: Die Krise kann zum Ausgangspunkt für eine tiefere Selbstfindung werden. Wer den Mut hat, die eigenen unbewussten Muster zu hinterfragen und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, kann nicht nur Antworten finden, sondern ein authentischeres und selbstbestimmteres Leben führen.

Wie hilft die therapeutische Hypnose bei der Selbstfindung?

Der Mensch ist wohl das einzige Lebewesen, bei dem Selbstsuche überhaupt ein Thema wird. Zu einem gewissen Teil ist diese Fähigkeit der Distanzierung zu dem Eigenen die Basis für die Errungenschaften der Menschheit und die Möglichkeit des Einzelnen daran teilzuhaben. Fehlende Begeisterung und Antriebslosigkeit – Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben, erscheinen bedeutungslos. Es fehlt das Gefühl von Sinn, Motivation oder Lebendigkeit.

Eine gelungene Selbstfindung bedeutet, die Schnittstelle zwischen innerem Erleben und äußeren Gegebenheiten zu finden – von innen nach außen. Die Hypnose bietet dafür einen geschützten Raum, in dem sich der Mensch selbst begegnen kann – frei von äußeren Erwartungen oder gesellschaftlichem Druck. Sie ist kein Werkzeug zur „Neuprogrammierung“, sondern eine Methode, um Zugang zu den tiefen Schichten des eigenen Seins zu erhalten. In vielen Fällen wird durch hypnotische Prozesse spürbar, dass die Antworten auf die eigene Suche längst vorhanden sind – sie waren nur durch Lärm und Prägungen des Alltags überdeckt.

Innere Blockaden erkennen

Viele Menschen wissen nicht, warum sie sich von sich selbst entfremdet haben. In der Hypnose werden unbewusste Muster sichtbar, die diesen Zustand aufrechterhalten.

Verborgene Bedürfnisse wahrnehmen

Selbstfindung bedeutet, die eigenen Wünsche und Werte wiederzuentdecken. Hypnose hilft dabei, verdrängte oder überlagerte Bedürfnisse ins Bewusstsein zu holen.

Lösungen auf unbewusster Ebene entwickeln

Statt nur rational über Veränderungen nachzudenken, können durch Hypnose neue Perspektiven und Lösungswege direkt im Unbewussten verankert werden.

Emotionale Selbstwahrnehmung stärken

Viele Menschen orientieren sich stärker an äußeren Erwartungen als an ihrem eigenen Erleben. Hypnose hilft, wieder eine authentische Verbindung zu den eigenen Emotionen herzustellen.

Wirksamkeit der Hypnose in der Selbstfindung

Das Selbst umfasst alle Vorstellungen über die eigene Person. Sie so zu organisieren, dass sie in einem befriedigenden Maß mit den eigenen Idealen und gleichzeitig mit der wahrgenommen Realität übereinstimmen, ist ein komplexer, sowie spannender Prozess. Psychotherapie zielt immer (zumindest indirekt) auf Zustand der inneren Stimmigkeit ab. Hypnose kann auf diesem Weg ein wertvolles Werkzeug sein, ihn aber nicht ersetzten. Innerhalb eines therapeutischen Prozesses, bietet Hypnose große Möglichkeiten. 

Die wissenschaftliche Forschung zur Hypnose zeigt, dass sie gezielt Einfluss auf unbewusste Prozesse nehmen kann – insbesondere auf tief verankerte Selbstbilder und emotionale Muster. Neurowissenschaftliche Studien belegen, dass Hypnose direkt auf jene neuronalen Netzwerke wirkt, die für Identität, Selbstwahrnehmung und emotionale Regulation zuständig sind (Jensen et al., 2017). Dadurch kann sie unbewusste Konflikte auflösen, Selbstwertprobleme bearbeiten und mehr innere Klarheit ermöglichen.

Eine Metaanalyse von Kirsch et al. (1995) ergab, dass Hypnose kognitive und emotionale Begrenzungen aufbrechen kann, indem sie neue neuronale Verknüpfungen schafft. Untersuchungen zur Hypnotherapie bei Identitätskrisen und Selbstwertthemen zeigen zudem, dass sie nachhaltige Veränderungen bewirken kann, da sie direkt an unbewussten Überzeugungen ansetzt und emotionale Restriktionen auflöst.

1:1 Sitzungen Gesprächstherapie

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