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Mangelnde Abgrenzung

Mangelnde Abgrenzung

Übermäßiger Stress hat viele Ursachen, doch eine der häufigsten ist mangelnde Abgrenzung – sei es im Beruf, in Beziehungen oder im sozialen Umfeld. Wer sich für die Gefühle anderer verantwortlich fühlt, sich ständig anpasst oder Schwierigkeiten hat, „Nein“ zu sagen, setzt sich dauerhaft einer hohen emotionalen Belastung aus. 

Langfristig führt dies zu einem Gefühl der Erschöpfung und Überforderung. Die Grenzen zwischen eigenen Wünschen und fremden Erwartungen verschwimmen. Stress wird zum Dauerzustand, weil das Nervensystem nicht mehr zwischen äußeren Anforderungen und inneren Bedürfnissen unterscheiden kann.

Zeichen mangelnder Abgrenzung

01

Schwierigkeit, „Nein“ zu sagen

Sie fühlen sich verpflichtet, allem und jedem gerecht zu werden, auch wenn es Sie überfordert.

02

Dauerhafte Erschöpfung

Sie fühlen sich häufig ausgelaugt, weil Sie mehr geben, als Sie eigentlich können.

03

Schuldgefühle bei eigenen Bedürfnissen

Sie haben das Gefühl, egoistisch zu sein, wenn Sie sich Zeit für sich selbst nehmen.

04

Angst vor Konflikten oder Ablehnung

Sie vermeiden Auseinandersetzungen und setzen lieber Ihre eigenen Wünsche zurück, um Harmonie zu bewahren.

05

Ständiges Kümmern um andere

Sie übernehmen automatisch Verantwortung für die Probleme oder Emotionen anderer, selbst wenn es Ihnen schadet.

06

Unklarheit über eigene Grenzen

Sie spüren oft erst viel zu spät, wenn Ihnen etwas zu viel wird, oder haben Schwierigkeiten, Ihre eigenen Bedürfnisse klar wahrzunehmen.

Psychotherapie und Hypnose bei schwachen Ich-Grenzen

Mangelnde Abgrenzung kann verschiedene Ursachen haben. Eine Behandlung braucht deswegen einen individuellen Ansatz um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. In der Praxis werden nur diejenigen Methoden angewandt die wirklich zur Person und Situation passen. 

Mögliche Schritte einer Behandlung

Anamnese und Behandlungsplan

Eine sorgfältige Anamnese wichtig. Sie bietet Grundlage für den Behandlungsplan und schafft Struktur und Orientierung.

Ursachen erkennen und bearbeiten

Die Ich-Grenzen sind psychische Strukturen die sich früh entwickeln und ein Leben lang in Bewegung sind. In den Sitzungen werden die Ursachen der aktuellen Problematik zugänglich gemacht. Ziel ist es eventuelle Defizite auf zu arbeiten.

Mentaltraining

Auch das bewusste Regulation und Ausrichtung der Gedanken, sowie der produktive Umgang mit Erwartungen und Denkmustern spielen eine wesentliche Rolle. Dazu können klärende Gesprächen und praktische Übungen eingesetzt werden.

Ursachen der schwachen Ich-Grenzen

Ein klares Gefühl für die eigenen Grenzen entwickelt sich in der Regel ganz automatisch innerhalb der ersten Lebensjahre und wird mit der Pubertät gefestigt. Doch diese Entwicklung ist anfällig für Störungen – oft setzen sie bereits in der frühen Kindheit ein.

Frühe Prägungen

Eltern, die ihrem Kind nicht genug Freiraum lassen, es mit emotionaler Erpressung oder übermäßiger Kontrolle erziehen, vermitteln unbewusst, dass seine eigenen Bedürfnisse zweitrangig sind. Auch ein Umfeld, in dem es für Zuwendung stets Leistung erbringen muss oder für eigenständige Entscheidungen bestraft wird, kann dazu führen, dass die natürliche Fähigkeit zur Abgrenzung geschwächt wird.

Das Kind lernt früh, sich anzupassen, Konflikte zu vermeiden und sich selbst zurückzustellen, um geliebt und akzeptiert zu werden. Diese Muster setzen sich oft bis ins Erwachsenenalter fort: Man übernimmt Verantwortung für andere, vermeidet es, „Nein“ zu sagen, oder fühlt sich schuldig, wenn man sich selbst an erste Stelle setzt. Die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und klar zu vertreten, bleibt unentwickelt oder wird als Egoismus fehlinterpretiert.

Soziale Rollen

Manchmal kann eine gelungene Pubertät solche Prägungen umschreiben, meistens bleibt sie jedoch nur ein kurzes Rebellieren ohne langfristigen Erfolg. Es kann sogar vorkommen, dass erst die Pubertät zur kritischen Phase der Entwicklung wird. Eltern, die in jüngeren Jahren noch sehr gelassen waren, reagieren manchmal ängstlich auf die gesunden Abgrenzungsprozesse dieser Zeit.

In jedem Fall führt fehlende Abgrenzung nicht nur zu chronischer Überlastung, sondern kann auch emotionale Abhängigkeiten und wiederkehrende Konflikte in Beziehungen begünstigen

Folgen mangelnder Abgrenzung

Mangelnde Ich-Grenzen können weitreichende psychische, soziale und körperliche Folgen haben. 

Emotionale Überlastung

Menschen mit schwachen Ich-Grenzen nehmen die Emotionen anderer oft ungefiltert auf und fühlen sich für deren Wohlbefinden verantwortlich. Das führt zu dauerhafter emotionaler Erschöpfung und einer chronischen inneren Anspannung.

Schwierigkeiten in Beziehungen

Ohne klare Grenzen fällt es schwer, eigene Wünsche zu kommunizieren oder sich gegen ungesunde Dynamiken abzugrenzen. Das begünstigt toxische Beziehungen, in denen eine unausgeglichene Verteilung von Verantwortung und emotionaler Last entsteht.

Selbstwertprobleme

Wer ständig die Bedürfnisse anderer über die eigenen stellt, verliert mit der Zeit das Gefühl für den eigenen Wert. Die Anerkennung durch andere wird zum wichtigsten Maßstab für das eigene Selbstbild.

Burnout und Stresssymptome

Wer nicht „Nein“ sagen kann, nimmt oft mehr Verantwortung auf sich, als er bewältigen kann. Das führt langfristig zu Überforderung, chronischem Stress und schließlich zu Burnout.

Psychosomatische Beschwerden

Die dauerhafte Anpassung an äußere Erwartungen kann sich körperlich in Form von Verspannungen, Magen-DarmProblemen, Schlafstörungen oder anderen stressbedingten Symptomen äußern.

Identitätsverlust

Wer sich permanent nach anderen richtet, verliert zunehmend den Kontakt zu seinen eigenen Bedürfnissen, Zielen und Überzeugungen. Das kann zu einem Gefühl der inneren Leere und Orientierungslosigkeit führen.

Erfahrungen aus der Praxis

In der therapeutischen Arbeit zeigt sich immer wieder, dass Menschen mit schwachen Ich-Grenzen dazu neigen, sich in den Emotionen und Bedürfnissen anderer zu verlieren. Sie kämpfen mit übermäßiger Anpassung, innerer Unruhe und Schwierigkeiten, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und durchzusetzen. Viele Betroffene berichten, dass sie sich oft überfordert fühlen und häufig gar nicht genau wissen, was sie selbst wollen oder brauchen.

Erfahrungsgemäß kann die neben der Psychotherapie die therapeutische Hypnose in diesen Fällen eine wirksame Methode sein. Da sie direkt mit den tieferliegenden, unbewussten Strukturen arbeitet, ermöglicht sie den Zugang zu den eigentlichen Ursachen der Problematik. Statt nur neue Verhaltensstrategien zu erlernen, werden die zugrunde liegenden Muster bewusst gemacht und verändert. 

1:1 Sitzungen Gesprächstherapie

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