8 April
  • 23 Min. Lesezeit

Abnehmen durch Hypnose

Übergewicht ist ein weitverbreitetes Problem in unserer Gesellschaft, das nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinflusst. Viele Menschen kämpfen darum, überflüssige Pfunde zu verlieren, und stoßen dabei auf zahlreiche Herausforderungen. In diesem Blogartikel wollen wir uns genauer mit dem Thema Übergewicht beschäftigen und wie Hypnose als eine vielversprechende Methode zur Gewichtsabnahme dienen kann

Die Herausforderungen des Übergewichts

Übergewicht kann viele Ursachen haben, darunter ungesunde Essgewohnheiten, mangelnde körperliche Aktivität, Stress und genetische Faktoren. Die körperlichen Folgen sind gut dokumentiert und umfassen ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes, Gelenkprobleme und mehr. Doch Übergewicht kann auch schwerwiegende Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und die psychische Gesundheit haben.

Warum Hypnose zur Gewichtsabnahme?

Hypnose ist eine Methode, die das Unterbewusstsein beeinflusst, um Veränderungen im Verhalten und Denken herbeizuführen. Hier sind einige Gründe, warum Hypnose eine wirksame Unterstützung bei der Gewichtsabnahme sein kann:

Veränderung der Denkmuster: In der Hypnose können negative Denkmuster und Gewohnheiten, die zur Gewichtszunahme führen, identifiziert und durch positive ersetzt werden.

Appetitkontrolle: Hypnose kann dazu beitragen, das Verlangen nach ungesundem Essen zu reduzieren und die Selbstkontrolle zu stärken.

Stressbewältigung: Viele Menschen essen aus Stress oder emotionalen Gründen. Hypnose kann helfen, Stress abzubauen und gesündere Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Selbstbild und Motivation: Hypnose kann das Selbstvertrauen stärken und die Motivation zur Gewichtsabnahme steigern.

Die Rolle eines qualifizierten Hypnotherapeuten

Es ist wichtig zu betonen, dass die Hypnose als Teil eines umfassenden Gewichtsabnahmeplans verwendet werden sollte. Ein qualifizierter Hypnotherapeut kann Ihnen helfen, die nötigen mentalen Vorraussetzungen zu schaffen.

Fazit

Abnehmen durch Hypnose kann ein schneller und effektiver Weg sein um nachhaltig un Wenn Sie darüber nachdenken, Hypnose zur Gewichtsabnahme auszuprobieren, sollten Sie sich an einen qualifizierten Hypnotherapeuten wenden und sich auf eine Reise zu einem gesünderen und glücklicheren Selbst begeben. Denken Sie daran, dass Gewichtsabnahme ein schrittweiser Prozess ist, und jede positive Veränderung verdient Anerkennung und Feier.

Psychotherapie und Hypnose in Köln

Aktuelle Beiträge

Antriebslosigkeit überwinden | Kleine Schritte zurück ins Handeln

Antriebslosigkeit ist ein häufiges und gleichzeitig besonders schwerwiegendes psychisches Symptom. Viele Betroffene erleben sie nicht nur als Mangel an Energie, sondern als eine innere Schwere, die selbst kleinste Aktivitäten zur Belastung werden lässt. Dinge, die früher selbstverständlich waren, können sich plötzlich überwältigend oder kaum machbar anfühlen.

Oft tritt Antriebslosigkeit im Rahmen depressiver Zustände auf, sie kann jedoch auch unabhängig davon bestehen. In jedem Fall erzeugt sie einen hohen Leidensdruck – und blockiert gleichzeitig genau jene Schritte, die notwendig wären, um diesen Leidensdruck zu verringern.

Voraussetzung

Das Besondere an Antriebslosigkeit ist, dass sie nicht nur belastend ist, sondern auch jede Form von Veränderung erschwert. Selbst wenn Betroffene wissen, was ihnen helfen würde, fehlt häufig die innere Kraft, diese Schritte umzusetzen.

Genau daraus entsteht ein Teufelskreis:
Je weniger gehandelt werden kann, desto stärker wächst das Gefühl von Ohnmacht, Versagen und innerem Stillstand. 

Auch wenn Antriebslosigkeit Ausdruck tieferliegender psychischer Prozesse sein kann, ist es therapeutisch sinnvoll, zunächst direkt beim Symptom anzusetzen. Nicht, um Hintergründe zu ignorieren, sondern weil ohne eine minimale Handlungsfähigkeit jede weitere Auseinandersetzung blockiert bleibt.

Der erste Schritt besteht daher nicht darin, alles zu verstehen oder zu verändern, sondern darin, überhaupt wieder ins Tun zu kommen – in einer Form, die realistisch möglich ist.

Wie Ratschläge zusätzlich belasten

Viele gut gemeinte Ratschläge lauten:
„Du musst einfach anfangen.“
„Geh raus, beweg dich, dann kommt die Energie schon.“

Das Problem an diesen Ratschlägen ist nicht, dass sie grundsätzlich falsch wären.
Sondern dass sie Ziel und Weg miteinander verwechseln.

Aktivität, Energie oder Motivation sind keine Startpunkte.
Sie sind Ergebnisse.

Wenn Antrieb fehlt, liegt die entscheidende Arbeit genau dort, wo diese Ratschläge nicht ansetzen: zwischen Stillstand und Bewegung.

Ein zentraler Ansatz bei ausgeprägter Antriebslosigkeit ist der gezielte Aufbau von Selbstwirksamkeit. Gemeint ist das innere Erleben, wieder Einfluss auf das eigene Handeln zu haben – selbst in sehr begrenztem Rahmen.

Dabei gilt:

  • Die Handlung muss tatsächlich umsetzbar sein

  • Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung sollte möglichst nahe bei 100 % liegen

  • Der subjektive Erfolg ist wichtiger als der objektive Nutzen

Gerade zu Beginn sind sehr kleine Schritte nicht nur ausreichend, sondern notwendig.

Wieder in Schwung kommen

Auch wenn es sich so anfühlt, als sei „gar nichts mehr möglich“, gibt es fast immer minimale Handlungsspielräume. Diese können so klein sein, dass sie von außen betrachtet unbedeutend wirken.

Entscheidend ist nicht, was getan wird, sondern dass überhaupt gehandelt wird.

Denn jede bewusst ausgeführte Handlung aktiviert im Gehirn jene Netzwerke, die für Planung, Steuerung und Umsetzung zuständig sind. Auf diese Weise entsteht nach und nach wieder das Gefühl von Kontrolle und Einfluss.

Viele Betroffene verschlimmern ihren Zustand ungewollt, indem sie sich zu viel vornehmen. Große Ziele erzeugen Druck – und nicht selten Frustration, wenn sie nicht umgesetzt werden können.

Diese Frustration wirkt häufig destruktiv:
Sie verstärkt Selbstkritik, Rückzug und das Gefühl, endgültig festzustecken.

Therapeutisch gilt daher:

Lieber zu wenig als zu viel.

Der Aufbau von Selbstwirksamkeit ist wichtiger als jede Form von Leistung.

Den richtigen Ansatz finden

Antriebslosigkeit bedeutet nicht, dass nichts mehr möglich ist. Sie bedeutet, dass der Einstieg tiefer angesetzt werden muss als gewöhnlich. Dort, wo Handlungen nicht überfordern, sondern gelingen können.

Wenn diese ersten Schritte bewusst gewählt und umgesetzt werden, kann sich daraus langsam wieder Bewegung entwickeln – nicht durch Zwang oder Motivation, sondern durch Erfahrung.

Antriebslosigkeit ist kein Zeichen von Schwäche oder fehlendem Willen. Sie ist ein ernstzunehmendes psychisches Symptom, das gezielte, realistische und respektvolle Schritte erfordert.

Der Weg zurück beginnt nicht mit großen Zielen.
Sondern mit dem ersten Schritt, der wirklich erreichbar ist.

Behandlung einer Angststörung: Fallbeispiel aus der Praxis

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden sie nicht nur als isoliertes Symptom verstanden, sondern als Ausdruck innerer Konflikte, die dem bewussten Erleben oft nur teilweise zugänglich sind.

Dieser Artikel zeigt anhand eines Fallbeispiels aus der Praxis,
wie Angst aus tiefenpsychologischer Sicht entsteht –
und warum sie häufig eine schutzvolle Funktion erfüllt.

Symptome als Ausdruck innerer Konflikte

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein psychodynamisches Verfahren. Sie ist aus der Psychoanalyse hervorgegangen und betrachtet psychische Symptome als Ausdruck tieferliegender, teilweise unbewusster Prozesse.

Im Unterschied zur klassischen Psychoanalyse orientiert sich die Tiefenpsychologie jedoch stärker an den aktuellen Beschwerden und Lebensproblemen der Patientinnen und Patienten. Ziel ist es, psychische Symptome in einem überschaubaren Zeitraum zu lindern, ohne dabei den Blick für ihre Ursachen zu verlieren.

 

 

Innerhalb der Tiefenpsychologie existieren verschiedene theoretische Strömungen. Gemeinsam ist ihnen die Annahme, dass unbewusste innere Dynamiken einen wesentlichen Einfluss auf das psychische Erleben haben – auch wenn diese nicht direkt beobachtbar sind.

Menschliche Grundbefüfnisse

Ursprünglich verstand Sigmund Freud unter unbewussten Konflikten vor allem Spannungen zwischen Trieben, Ich und Über-Ich. Dieses klassische Triebmodell wurde im Laufe der Zeit erweitert.

Insbesondere durch die Bindungsforschung und die Objektbeziehungs- und Selbstpsychologie verlagerte sich der Fokus:
Nicht mehr allein Triebbefriedigung, sondern die Qualität früher Beziehungen und die Befriedigung zentraler psychischer Grundbedürfnisse rückten in den Mittelpunkt.

Einen wichtigen Impuls lieferte dabei die Bindungstheorie von John Bowlby, ohne jedoch andere psychodynamische Konzepte zu ersetzen.

In der Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD) wird davon ausgegangen, dass psychische Konflikte häufig dann entstehen, wenn zentrale Bedürfnisse früh, dauerhaft oder massiv frustriert werden.

Zu diesen Grundbedürfnissen zählen 

  1. Bindung

  2. Kontrolle und Sicherheit

  3. Versorgung und Fürsorge

  4. Anerkennung und Wertschätzung

  5. Soziale Kooperation und Verantwortlichkeit

  6. Körperlich-sinnliche Nähe und Sexualität

  7. Identität

    Diese Bedürfnisse gelten als angelegt und entwicklungsleitend. Werden sie nicht ausreichend befriedigt, kann sich die psychische Entwicklung einseitig organisieren – mit möglichen Folgen für das spätere Erleben und Verhalten.

Autonomie vs. Individualität

Die Patientin stellte sich mit der Diagnose einer generalisierten Angststörung und gelegentlichen Panikattacken in der Praxis vor. In der Anamnese zeigte sich ein Autonomie-Abhängigkeits-Konflikt mit deutlicher Tendenz zur Autonomie.

Sie:

  • mied enge Bindungen,

  • fühlte sich schnell eingeengt,

  • lebte bis vor einigen Jahren stabil, funktional und selbstbestimmt.

Menschen bei denen dieser Konflikt stärker ausgeprägt ist, meiden teilweise jede zwischenmenschliche Beziehung bis hin zur sozialen Isolation. Die Patientin hatte bis zum Beginn der Symptome Wert auf ein unabhängiges Leben gelegt, war aber ansonsten gut in ihr soziales Umfeld eingebunden.

 

Geburt des Kindes als Auslöser

Die Situation veränderte sich mit einer ungeplanten Schwangerschaft und der Geburt ihres Kindes. Die enge und unvermeidbare Bindung zwischen Mutter und Kind kollidierte erstmals massiv mit ihrem bisherigen inneren Gleichgewicht.

Die Patientin liebte ihr Kind –
und erlebte gleichzeitig Gefühle von Enge, Wut und Abwehr.

Diese Ambivalenz war für sie kaum erträglich. Sie begann, die negativen Gefühle zu verdrängen, entwickelte Schuld- und Schamgefühle – und zunehmend Angst.

 

Abwehrmechanismen

Verdrängung bedeutet nicht, dass etwas verschwindet. Abgewehrte Inhalte bleiben psychisch wirksam, sind jedoch der bewussten Kontrolle entzogen.

Zusätzlich entwickelte sich eine Reaktionsbildung:
Die verdrängten negativen Gefühle wurden auf der bewussten Ebene in ihr Gegenteil verkehrt. Die Patientin wurde übermäßig fürsorglich, selbstaufopfernd und idealisierend.

Damit war der innere Konflikt scheinbar gelöst. Tatsächlich wurde er vom Bewusstsein abgespalten – und genau das führte zur Entstehung von Angst.

 

Die Angst war zunächst an bestimmte innere Impulse gebunden, wurde später jedoch frei flottierend. Sie äußerte sich in innerer Unruhe, Schlafstörungen und einer diffusen Ängstlichkeit.

 

Tiefenpsychologische Therapie: Angst verstehen statt bekämpfen

In der Therapie ging es nicht darum, die Angst direkt zu bekämpfen, sondern ihre Funktion zu verstehen. Schrittweise konnte die Patientin lernen, ihre ambivalenten Gefühle gegenüber ihrem Kind anzunehmen, ohne sich dafür moralisch zu verurteilen.

Mit der Integration dieser Gefühle verlor die Angst ihre Schutzfunktion – und verschwand.

Der zugrunde liegende Konflikt blieb bestehen, musste jedoch nicht vollständig aufgelöst werden. Ziel war nicht Konfliktfreiheit, sondern ein flexiblerer, reiferer Umgang mit inneren Spannungen.


 

Fazit: Angst als Signal innerer Prozesse

Aus tiefenpsychologischer Sicht ist Angst häufig kein Feind, sondern ein Hinweis darauf, dass innerlich etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Werden diese Signale verstanden und integriert, kann nachhaltige Veränderung möglich werden.

In meiner psychotherapeutischen Arbeit in Köln kombiniere ich tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit therapeutischer Hypnose, um auch unbewusste Prozesse behutsam zugänglich zu machen – insbesondere bei Angststörungen, innerer Unruhe und psychosomatischen Beschwerden.

 

 


Therapieerfolg in der Psychotherapie: Was wirklich entscheidend ist

Positive Patientenpunkte

Im Vorfeld einer Psychotherapie ist es wesentlich, sich über die Bedeutung von Diagnosen und Krankheitsbilder, sowie deren Ursachen und mögliche  Therapiemethoden aufzuklären oder beraten zu lassen. Auf Basis dieser Informationen einen passenden Behandler auszuwählen sehr wichtig.

Doch natürlich ist dieser Teil nur die halbe Miete, wenn es darum geht, dass eine Psychotherapie auch wirklich erfolgreich verläuft. Der andere wesentliche Faktor sind Sie.


Die Erwartungen, die Haltung und die Motivation, die Sie in eine Therapie mitbringen, sind mindestens genauso entscheidend für den Therapieerfolg wie Methode oder Therapeut.

Dieser Artikel fasst Ergebnisse aus der Psychotherapieforschung zu positiven Patientenfaktoren.
Also zu Punkten, bei denen man herausgefunden hat, dass wenn der Patient sie erfüllt, es sich günstig auf die Prognose des Therapieerfolg auswirken.

1. Behandlungswunsch und Leidensdruck

Der wohl entscheidenste Faktor ist überhaubt der Wunsch nach einer Behandlung und der damit meist verbundene Leidensdruck. Auf eine gewisse Art ist das selbstverständlich.

Denn wenn es diesen Leidensdruck nicht gäbe, käme eine Psychotherapie gar nicht zustande.
Es zwingt einen ja niemand dazu.

 

Interessant ist allerdings, dass dieser Leidensdruck häufig genau dann verschwindet, wenn es darum geht, die bisherigen Denk- und Verhaltensweisen infrage zu stellen oder sogar zu verändern.

Es ist ein bisschen wie mit Motivation.
Die ist oft dann besonders stark, wenn es noch keine konkreten Schritte gibt, die man gehen muss.
In diesem Moment ist man gefühlt zu allem bereit.

Sobald man aber an die ersten Blockaden und Hindernisse stößt, beginnen häufig die Zweifel.
Manchmal zweifelt man offen an den eigenen Fähigkeiten und fragt sich, ob man das überhaupt schaffen kann.

 

Oft werden diese Zweifel aber verschoben – zum Beispiel auf die Therapie.
Ob das wirklich die richtige ist.
Ob man nicht lieber noch warten sollte.
Ob es vielleicht einen besseren Zeitpunkt gibt.

 

All das ist vollkommen normal und gehört zu einem therapeutischen Prozess fast immer dazu.

Meiner Meinung nach hilft es in solchen Phasen, sich an den Moment zu erinnern, in dem man die Entscheidung getroffen hat, dass es so, wie bisher, nicht weitergehen soll.
Dass man sich nicht mehr so fühlen möchte wie zuvor.

 

Sich also immer wieder vor Augen zu führen, warum man diesen Weg überhaupt eingeschlagen hat. In unserer Kultur wird Motivation häufig absurd verherrlicht, als wäre sie ein rein positives Phänomen. Dabei liegt im Kern einer stabilen Motivation oft genau dieser Leidensdruck, der dazu drängt, etwas Besseres für sich zu erschaffen.

 

Das heißt nicht, dass man sich ständig sein eigenes Leid vor Augen führen sollte.
Aber es hilft, im Hinterkopf zu behalten, dass es darum geht, dieses Leid zu beenden.

Nach meiner Erfahrung hilft genau das enorm, die nötige Entschlossenheit aufzubringen, um sich auch mit den Widrigkeiten eines therapeutischen Prozesses auseinanderzusetzen.

2. Aktive Beteiligung als Voraussetzung für Therapieerfolg

Damit kommen wir fließend zum nächsten Punkt: Die Bereitschaft sich aktiv am therapeutischen Prozess zu beteiligen. 


Dieser Punkt ist deshalb so wichtig, weil viele Menschen in der Psychotherapie eine eher passive Haltung einnehmen und vom Therapeuten eine Lösung für ihre Probleme erwarten.

Ich glaube, diese Haltung entsteht häufig daraus, dass der Unterschied zwischen medizinischer und psychischer Behandlung nicht klar genug ist.

In der Medizin ergibt diese Passivität durchaus Sinn.
Dort gibt es einen Arzt oder Fachmann, der anhand von Symptomen oder objektiven Tests Medikamente oder Maßnahmen festlegt, von denen man selbst wenig verstehen muss.

Die Aufgabe des Patienten besteht dann im Wesentlichen darin, das umzusetzen, was ihm empfohlen wird.

Dieses Prinzip lässt sich jedoch nicht auf psychische Prozesse übertragen.
In der Psychotherapie ist der Therapeut zwar Experte für den Prozess, aber darauf angewiesen, dass der Patient sogenanntes psychisches Material einbringt.

Das bedeutet, sich mit den eigenen inneren Dynamiken aktiv auseinanderzusetzen und den Therapeuten daran teilhaben zu lassen.

Der Therapeut kann dieses subjektiv oft chaotische oder belastende Material dann aufgrund seiner Ausbildung ordnen, einordnen und Orientierung schaffen.

Es gibt in der Psychotherapie keine klaren Rezepte wie in der Medizin.
Es handelt sich vielmehr um einen gemeinsamen Erkundungsprozess, in dem jedes Mal eine individuelle Lösung entsteht.

Aktive Beteiligung meint also die Bereitschaft, sich auf diesen Prozess einzulassen – mit all seinen Unklarheiten, Zweifeln und möglichen Rückschlägen.

Und das nicht nur innerhalb der Sitzungen.
Auch außerhalb des Therapieraums geht es darum, Erfahrungen, Erkenntnisse und Fragen ins eigene Leben zu übertragen – möglichst aktiv und eigenverantwortlich.

3. Die therapeutische Beziehung

Psychotherapie ist also ein sehr dynamisches Feld.
Man darf nicht erwarten, eine rein technische Lösung zu bekommen, sondern muss sich auf den Prozess und auch auf den Therapeuten einlassen.

Damit sind wir beim letzten Punkt: der therapeutischen Beziehung als wesentlichem Faktor für den Therapieerfolg.

Eine Beziehung ist immer etwas Gegenseitiges.
Für Therapeuten gehört es zum Alltag, sich auf neue Menschen und deren Emotionen einzulassen.
Patienten hingegen kommen oft mit der verständlichen Hoffnung, das Ganze möglichst unkompliziert hinter sich zu bringen.

Es geht dabei nicht darum, sich kopfüber in eine Beziehung zu stürzen.
Man muss den Therapeuten auch nicht uneingeschränkt mögen. Auch Gefühle wie Ablehnung oder Wut können Teil des Prozesses sein und lassen sich oft konstruktiv integrieren.

Was jedoch wirklich problematisch ist, ist das völlige Ausbleiben von Emotionen innerhalb der therapeutischen Beziehung. 

Zum Beispiel, wenn man den Therapeuten ausschließlich als Experten oder im schlimmsten Fall als Dienstleister betrachtet, der einfach funktionieren soll, ansonsten aber als Person irrelevant ist.

Das ist erfahrungsgemäß ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas nicht passt.

Ein tiefgreifender psychischer Veränderungsprozess geht immer auch mit emotionaler Verbindung und späterer Loslösung einher. Diese Verbindung muss sich nicht sofort entwickeln, aber sie braucht Raum.

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Psychotherapie

Alle genannten Punkte – der Behandlungswunsch, die aktive Beteiligung und die Bereitschaft zu emotionalem Kontakt – sollten nicht als starre Voraussetzungen verstanden werden.

Es geht nicht darum, all das von Beginn an vollständig mitzubringen.
Sondern um die Bereitschaft, diese Haltungen entstehen zu lassen, wenn sie im therapeutischen Prozess auftauchen.

Gerade deshalb habe ich diese Punkte hier noch einmal zusammengefasst.
Sie können helfen, sich zu Beginn einer Psychotherapie gut auf den eigenen Teil des Prozesses einzustellen.

In Kombination mit der Auswahl eines passenden Therapeuten – zum Beispiel im Rahmen einer Psychotherapie in Köln – steigen damit die Chancen deutlich, dass eine Therapie auch wirklich erfolgreich verläuft.

Mir bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen:
Danke für die Aufmerksamkeit und schön, dass du bis zum Ende gelesen hast.

1:1 Sitzungen Gesprächstherapie

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