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Panikattacken

Panikattacken

Eine Panikattacke kommt oft aus dem Nichts und kann von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde anhalten. Das Herz rast, die Brust schnürt sich zu, Atemnot. Die Gedanken überschlagen sich. Viele Betroffene erleben diesen Zustand als lebensbedrohlich. 

Die Umgebung wirkt unwirklich, die eigene Person fremd. Solche Erfahrungen hinterlassen ein Gefühl der Verunsicherung und setzen einen Teufelskreis in Gang, in dem die Angst vor der nächsten Attacke zum Auslöser weiterer Angstattacken werden kann.

Wie äußern sich Panikattacken?

Menschen, die unter Panikattacken leiden, erleben häufig:

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Plötzliche und intensive Angstreaktionen. Meist ohne konkreten Auslöser.

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Starke körperliche Symptome. Herzrasen, Zittern, Atemnot, Engegefühl in der Brust, Schwindel oder Übelkeit können so intensiv sein, dass Betroffene befürchten, in Lebensgefahr zu sein.

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Gefühl des Kontrollverlusts oft begleitet von Todesangst. Viele können sich selbst oder ihren Körper nicht mehr steuern.

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Wahrnehmungsverzerrungen. Die Umgebung kann unwirklich erscheinen (Derealisation), oder der eigene Körper (Depersonalisation).

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Die Erwartungsangst vor der Nächsten Attacke setzt oft einen Teufelskreis in Gang.

Da Panikattacken Ausdruck des automatischen Nervensystems sind, lassen sie sich nicht allein durch rationales Denken kontrollieren. 

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Psychotherapie und Hypnose bei Panikattacken

Die aufgestaute Überregung die bei Panikattacken schlagartig, entsteht auf verschiedene Weisen. In der Praxis werden aus verschiedenen Verfahren diejenigen ausgewählt, die am besten zur individuellen Problematik passen. 

Mögliche Schritte

Anamnese und Behandlungsplan

Eine ausführliche Anamnese ist Grundlage für eine nachhaltige Veränderung. Sie schafft einen sicheren Rahmen und gegenseitiges Vertrauen für die gemeinsame Arbeit. Gleichzeitig wird ein strukturierter Behandlungsplan erstellt.

Nervensystem regulieren ​

Eine Panikattacke wird über das automatische (vegetative) Nervensystem ausgelöst. Mit Techniken der Hypnose und speziellen Entspannungsverfahren ist es möglich diesen Bereich des Körpers gezielt zu beruhigen. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Selbstregulation und eine körperliche Basis für die Psychotherapie zu schaffen.

Ursachen erkennen und bearbeiten

Die körperlichen Symptome einer Panikattacke resultieren meistens aus einer fehlerhaften Verarbeitung von äußeren Stress oder innerseelischen Konflikten. Diese Prozesse laufen automatisch ab und werden den Sitzungen zugänglich gemacht. Dabei kann auch therapeutische Hypnose helfen.

Mentaltraining

Das antrainieren einer achtsamen Wahrnehmung und Verarbeitung für innere Spannungszustände ist häufig eine wertvolle Hilfe um zu vermeiden, dass diese eruptionsartig ausbrechen.

Wie entstehen Panikattacken?

Panikattacken sind deswegen so überwältigend, weil unterdrückte Stress- und Angstsymptome unkontrolliert ausbrechen sobald die innere Anspannung eine kritische Schwelle erreicht. Oft sind die Betroffenen sich ihrer inneren Anspannung vor dem Ausbruch einer Panikattacke gar nicht bewusst – bis der Körper die Kontrolle übernimmt und die aufgestaute Energie in Form einer Panikreaktion abbaut.

Abreaktion des Nervensystems

Diese Reaktion ist eine natürliche Schutzfunktion des Nervensystems. Panikattacken sind kein Zeichen von Schwäche oder Krankheit, sondern eine Alarmreaktion des Körpers. Es geht daher nicht darum, gegen Panikattacken zu kämpfen – sie sind lediglich ein Symptom eines tieferliegenden inneren Konflikts. Unverarbeitete Emotionen, verdrängte Erlebnisse oder negative Denkmuster können das seelische Gleichgewicht langfristig stören.

Frühe Prägungen

Die Entstehung dieser ursächlichen Mechanismen ist sehr vielfältig. Häufig finden sich bereits in der frühen Kindheit Erfahrungen, die dazu gedrängt haben Emotionen zugunsten von Funktionalität und Anpassung zu unterdrücken. Diese ersten Verdrängungen werden im Laufe der Jahre immer weiter gefestigt. Im Erwachsenenalter werden dann viele Emotionen nicht mehr bewusst wahrgenommen, sondern automatisch unterdrückt.

Doch verdrängte Emotionen verschwinden nicht einfach sondern bleiben als ungelöste Spannungen im Nervensystem gespeichert. Wird diese innere Anspannung über einen langen Zeitraum nicht abgebaut, kann es irgendwann zu einem plötzlichen Ausbruch in Form einer Panikattacke kommen.

Veranlagung

Auch die Veranlagung kann eine Rolle spielen. Sie ist jedoch nicht der alleinige Auslöser, sondern vielmehr eine nicht ausreichend ins Leben integrierte Eigenschaft. Auch sensible Menschen können ein angstfreies Leben führen. Um Panikattacken nachhaltig zu lösen, ist es wichtig, alle individuellen Einflussfaktoren mit einzubeziehen und die tieferliegenden Ursachen gezielt zu bearbeiten.

Mögliche Folgeerkrankungen einer Panikstörung

Angst und Panik sind eigentlich sinnvolle Reaktionen des Körpers – sie warnen uns vor Gefahr und bereiten uns darauf vor schnell zu handeln. Doch wenn dieser Mechanismus außer Kontrolle gerät, kann er schwerwiegende Folgen für Körper und Psyche haben.

Langfristig kann eine unbehandelte Panikstörung verschiedene Folgeerkrankungen nach sich ziehen:

Depressionen

Diese Störung führt häufig zu sozialem Rückzug, Hoffnungslosigkeit und emotionaler Erschöpfung, die in einer Depression münden kann.

Generalisierte Angststörung

Das Leben in Angst vor der nächsten Panikattacke kann ein konstantes und diffuses Angstgefühl erzeugen.

Zwangsstörungen

Um die Angst zu kontrollieren, entwickeln manche Menschen ritualisierte Verhaltensweisen oder zwanghafte Gedanken.

Suchtverhalten

Viele Betroffene entwickeln Süchte aus dem Versuch, die Angst mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen zu kontrollieren.

Körperliche Beschwerden

Chronische Anspannung kann sich in Herz-Kreislauf-Problemen, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen oder Schmerzen äußern.

Behandlung einer Panikstörung

Für die Lösung einer Panikstörung wird eine Kombination aus ursachenorientierter Psychotherapie und Hypnose angewandt.  In der Hypnose kann das Nervensystem beruhigt, innere Konflikte aufgearbeitet und die Fähigkeit zur Regulation der innen Anspannung schnell verbessert werden. 

In manchen Fällen kann es zudem hilfreich sein eine systematische Erfassung der belastenden automatischen Gedanken durchzuführen. Mit Hilfe kognitiver Therapieverfahren können sie gezielt durch realistischere und hilfreichere ersetzt werden. Kognitive Umstrukturierungen verhindern stressbedingte Überreaktionen und entwickeln Souveränität.

So entsteht nachhaltiges Wachstum von innen nach außen. Das Ziel der Behandlung ist ein Auflösen der Panikstörung sowie tieferes Wissen über die Funktionsweise der Psyche. Ein Gefühl der Eigenmacht und Sicherheit entsteht automatisch. 

1:1 Sitzungen Gesprächstherapie

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