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Phobien

Phobien

Als Phobie wird eine Form der Angststörung bezeichnet, die sich auf bestimmte Objekte oder Situationen bezieht. Sie gehören mit einer Prävalenz von 13% zu den häufigsten Angststörungen. Es gibt über 250 bekannte Phobien. 

Obwohl das Angstobjekt meist klar abgegrenzt ist, kann eine Phobie das Leben der Betroffenen stark einschränken. Die Angst wird oft so dominant, dass sie sich in den Gedanken festsetzt und ständig präsent bleibt. Auch die Wahrnehmung verändert sich: Betroffene achten unbewusst permanent auf potenzielle Auslöser, wodurch sich die Angst weiter verstärkt.

Wie äußert sich eine Phobie?

Menschen mit einer Phobie erleben häufig:

01

Eine überwältigende Angstreaktion

Bereits die Vorstellung oder der Anblick des angstauslösenden Objekts oder der Situation kann starke körperliche und emotionale Reaktionen hervorrufen.

02

Das Gefühl, der Angst hilflos ausgeliefert zu sein.

Betroffene nehmen ihre Reaktion als irrational wahr, können sie jedoch nicht kontrollieren.

03

Vermeidungsverhalten.

Um die angstauslösende Situation zu umgehen, werden bestimmte Orte, Objekte oder Tätigkeiten systematisch gemieden – was die Phobie langfristig verstärkt.

04

Körperliche Symptome.

Dazu gehören Herzrasen, Zittern, Atemnot, Schweißausbrüche oder Schwindel, die in manchen Fällen panikartige Ausmaße annehmen können.

Hypnosetherapie bei Phobien

Bei Phobien ist Gesprächstheraoie meist wirkungslos. In der Praxis werden Techniken der therapeutischen Hypnose mit Methoden der Konfrontationstherapie kombiniert. Ziel ist die Selbstwirksamkeit im Bezug die mentalen und körperlichen Reaktionen zu erlangen.

Dafür bedarf es einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung und einem klar strukturierten Behandlungsverlauf.

Mögliche Schritte bei der Behandlung

Anamnese und Behandlungsplan

Zu Beginn steht eine sorgfältige Anamnese der aktuellen Symptomatik, dem bisherigen Verlauf und relevanten Lebensumstände.

Nervensystem regulieren ​

Bei der Phobien spielt das vegetative Nervensystem eine entscheidende Rolle. Mit Techniken der Hypnose und speziellen Entspannungsverfahren ist es möglich diesen Bereich des Körpers gezielt zu beruhigen. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Selbstregulation und eine körperliche Basis für die Psychotherapie zu schaffen.

Ursachen erkennen und bearbeiten

Im zweiten Schritt kommen Methoden aus der Tiefenpsychologie und der therapeutischen Hypnose zum Einsatz, um emotionale Reaktionen bewusst beeinflussbar zu machen.

Konfrontation

Sobald die Fähigkeit zu Emotionsregulation ausreichend ausgebaut ist, wird das Vermeidungsverhalten schrittweise abgebaut. Dafür können verschiedene Techniken der Expositionstherapie angewandt werden.

Mögliche Folgeerkrankungen einer Phobie

Langfristig können sich aus einer unbehandelten Phobie weitere psychische oder körperliche Probleme entwickeln:

Depressionen

Ständige Angst und sozialer Rückzug können zu Hoffnungslosigkeit und emotionaler Erschöpfung führen, was das Risiko für eine Depression erhöht.

Panikstörungen

Die Angst kann sich zunehmend verselbstständigen und in Form plötzlicher Panikattacken auftreten.

Zwangsstörungen

Manche Betroffene entwickeln ritualisierte Verhaltensweisen oder zwanghafte Gedanken, um ihre Angst vermeintlich unter Kontrolle zu halten.

Suchtverhalten

Einige versuchen, ihre Ängste mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen zu betäuben – mit einem hohen Risiko für Abhängigkeiten.

Körperliche Beschwerden

Chronische Anspannung kann sich durch HerzKreislauf-Probleme, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen oder chronische Schmerzen äußern.

Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit von Hypnotherapie bei Phobien

Die Wirksamkeit von Hypnose in der Behandlung von Phobien ist durch mehrere wissenschaftliche Studien gut belegt. Bereits Horowitz (1970) konnte in einer Untersuchung zeigen, dass Patienten mit spezifischen Phobien nach einer Hypnotherapie eine signifikant stärkere Reduktion ihrer Angst erlebten als eine Kontrollgruppe ohne Hypnose.

Auch neuere Metaanalysen, wie die von Flammer (2006), bestätigen diese Ergebnisse. Seine Forschung kommt zu dem Schluss, dass Hypnotherapie bei bestimmten Angststörungen als wirksames bis hochwirksames Verfahren gelten kann. Im direkten Vergleich mit der Verhaltenstherapie zeigte sie sich als ebenso effektiv. Auf Basis solcher Erkenntnisse erkannte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) Hypnotherapie im Jahr 2006 als wissenschaftlich fundierte Methode in 11 von 12 definierten Anwendungsbereichen an (Flammer, 2006).

Diese Studien verdeutlichen, dass Hypnose eine vielversprechende Möglichkeit zur Behandlung von Phobien sein kann. Die individuelle Wirksamkeit hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab und sollte stets im persönlichen Kontext betrachtet werden

1:1 Sitzungen Gesprächstherapie

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